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Lehmbaustoffe können in vielen Teilen eines Gebäudes verarbeitet werden, jedoch in unterschiedlichen Anteilen und mit verschiedenen Techniken. Wände können beispielsweise als Holzfachwerk mit einer Ausfachung aus Lehmsteinen gebaut werden oder vollständig aus Lehm als Stampflehmwand .
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Fußböden aus Lehm werden aus Stampflehm hergestellt, vor allem im Sanierungsbereich und in der Denkmalpflege (historische Scheunen usw.) und für gärtnerisch genutzte Gebäude und Vorratskeller. Fußböden aus Stampflehm müssen ab einer bestimmten Dicke schichtweise eingebaut und sehr sorgfältig verdichtet werden. Da Fußböden aus Lehm wasserdampfdurchlässig sind, werden sie besonders bei Vorrats- und Weinkellern geschätzt. Die mechanische Festigkeit eines Stampflehmfußbodens kann durch Annässen und Nachverdichten verbessert werden. Einlassen von Grundieröl, Fußboden-Hartöl oder Leinöl verbessert ebenfalls die Abriebfestigkeit. Stampflehmfußböden eignen sich auch als Träger fester Bodenbeläge aus Ziegeln, Natursteinplatten o.a. Sicherung gegen aufsteigende Feuchtigkeit, stehendes und fließendes Wasser, sowie die gegebenenfalls notwendige Wärmedämmung ist zu berücksichtigen. |
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Für den Bau von tragenden Wänden können Stampflehm und Wellerlehm, sowie
Lehmsteine verwendet werden. Eine tragende Wand ist ausgelegt für die
Aufnahme von Lasten aus Decke, Dach und Verkehr. Weitere wichtige Anforderungen,
die an eine Außenwand gestellt werden sind zusätzlich: Wichtig: Alle Wände aus Lehmbaustoffen müssen während der Bauzeit gegen
die Witterung geschützt (abgedeckt) werden. Bei der Planung von Neubauten,
in denen Lehmbaustoffe für den Außenwandbau zur Anwendung kommen, sollte
im Gründungsbereich ein ausreichend hoher Sockel als Spritzwasserschutzschutz
von mindestens 50 cm Höhe über der Geländeoberkante vorgesehen werden.
Dieser Sockel muss aus einem Material gebaut werden, dass gegen Wasser
unempfindlich ist. Zur Gründung hin ist die aufsteigende Wand aus Lehmbaustoffen
gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen mit einer horizontalen Sperre. |
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| Stampflehm |
Für die Konstruktion einer tragenden Wand findet Stampflehm heute Anwendung sowohl in der Sanierung, als auch im Neubau. Eine Stampflehmwand ist, verglichen mit Massivwänden aus anderen Baustoffen, verhältnismäßig teuer. Sie wird daher häufig nicht aus funktionalen, sondern eher aus architektonisch ästhetischen Gründen geplant und eingesetzt. Für eine Stampflehmwand wird der erdfeucht aufbereitete Lehm lagenweise in eine geeignete Gleitschalung (meist aus Stahlplatten) eingebracht und mechanisch verdichtet. Der eingefüllte Stampflehm kann in der Regel sofort entschalt werden, er ist formstabil. Durch Beimischung farbiger Lehmanteile in die Stampflehmmischung kann beim Verdichtungsprozeß eine ästhetisch besonders ansprechende Struktur geschaffen werden, die eine weitere Oberflächenbehandlung erübrigt. Wichtig: Lasten sollten erst aufgebracht werden, wenn die Stampflehmwand vollständig ausgetrocknet ist. |
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| Wellerlehm | Wellerlehm kommt heute fast ausschließlich in der Sanierung des reichhaltigen Erbes von Wellerlehmbauten hier zu Lande zur Anwendung. Er wird mit einem größeren Strohanteil angemischt als Stampflehm und hat in der Regel keinen oder nur wenig Steinanteil. Wellerlehm wird nicht in eine Schalung “eingebracht”, sondern schichtweise aufgesetzt und an den Seiten der Wand abgestochen, um eine ebene Wandoberfläche zu erhalten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Lehmsteine |
Das Vermauern von Lehmsteinen erfolgt werkgerecht im Verband mit vollen Fugen, in der Regel mit Lehmmörtel, möglichst nicht mit Zement- oder Kalkzementmörtel. Zum Mauern verwendeter Lehmmörtel ist ein Gemisch aus Baulehm und Sand, das auch organische Stoffe enthalten kann. Das Vermauern unterscheidet sich nicht von dem mit gebrannten Ziegeln. Lehmsteine werden heute vorwiegend für den Bau von Innenwänden (tragend und nichttragend) benutzt. Auch im Außenwandbereich können sie sowohl in tragenden als auch nicht tragenden Wände verarbeitet werden. Eine besondere Anwendung bietet sich als Sichtmauerwerk an. Der Innenputz von Lehmsteinwänden sollte aus 1- oder 2-lagig aufgebrachtem Lehmputz bestehen. Wichtig: Grünlinge sind herstellungsbedingt meistens empfindlich gegen Feuchtigkeit und Frost. Sie dürfen deshalb weder für tragende Wände, noch für Mauerwerk mit bewittertem Außenputz, verwendet werden. |
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Für den Bau von nichttragenden Wänden werden Lehmsteine und Grünlinge, Lehmplatten und Lehmtrockenbauplatten, sowie Leichtlehm im feuchten Einbau verwendet. In einer nichttragenden Wand übernimmt ein separates Tragskelett aus anderen Baustoffen die Aufgabe Lasten aufzunehmen. Dies kann z. B. eine Holzständerkonstruktion sein, die im Neubau mit Lehmbaustoffen kombiniert wird, wie es auch im traditionellen Fachwerkbau üblich ist. Nichttragend sind Ausfachungen, Vorsatzschalen und Trennwände, sofern sie nicht Teil der Tragstruktur eines Gebäudes sind.
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Im Holzständer- oder Fachwerkbau bezeichnet man das Füllen der Felder (Gefache) zwischen den Ständern, Riegeln und Verstrebungen als „Ausfachung“. Es gibt dafür unterschiedliche Techniken. Eine der ältesten Techniken ist das Einbringen von Holzstaken mit Weidengeflecht in die Gefache. Die Hohlräume werden mit einem sogenannten beidseitigen Bewurf aus Strohlehm gefüllt. Dieses Verfahren findet heute nur noch im Sanierungsbereich Anwendung. Gefache können auch mit gemauerten Lehmsteinen ausgefüllt werden, jedoch nicht mit Grünlingen, wenn das Mauerwerk einen bewitterten Außenputz tragen soll. Außerdem werden Gefache mit feuchtem Stroh-, bzw. Leichtlehm ausgefüllt. Dabei entstehende Schwindverformungen müssen durch Nachstopfen mit dem verwendeten Lehmbaustoff ausgeglichen werden. Werden Lehmsteine vermauert, können Schwindfugen auftreten zwischen Holz und Lehmsteinmauerwerk. Diese sind in der Regel auf Quellen und Schwinden des Holzes, nicht jedoch der Lehmsteine zurückzuführen. Erst nach Austrocknung wirkt sich das Schwinden und Quellen der Holzkonstruktion auf die Vergrößerung-, bzw. Verkleinerung der Schwindfuge aus. Leichtlehm Ausfachungen, die dem Regen ausgesetzt sind, sollte man mit 2-lagig aufgebrachtem Kalkmörtel verputzen. Die Haftung vom Putz auf dem Lehmsteinmauerwerk kann durch ein ca. 0,5 cm tiefes Auskratzen der Fugen verbessert werden. Bei sehr starker Bewitterung von Wänden mit Lehm Ausfachungen sollte ein zusätzlicher Putzträger auf das Mauerwerk aufgebracht werden. Wichtig: Bei allen Ausfachungen muß besonders darauf geachtet werden, daß die Füllungen stabil im Gefach sitzen und nach vollständiger Trocknung nicht wackeln. Vor allem bei der Sanierung historischer Ausfachungen und deren Verputz werden Erfahrung und Sachkenntnis vorausgesetzt. |
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Vorsatzschalen (oder auch Innenschalen genannt) kommen im Sanierungsbereich zur Verbesserung der Wärmedämmung, der Winddichtigkeit und des Schallschutzes für bestehende Außenwände mit geringen Wandstärken zur Anwendung. Häufig handelt es sich hierbei um Sichtfachwerk, bei dem eine Wärmedämmung von außen ausscheidet. Beim Holzständer- und Holzrahmenbau werden sie z.B. als wärmespeichernde Schalen eingesetzt. Es gibt gemauerte Vorsatzschalen aus Lehmsteinmauerwerk, Vorsatzschalen aus Leichtlehm im feuchten Einbau, sowie Stapelschalen im trockenen Einbau. Außerdem können Lehmplatten und Lehmtrockenbauplatten im Leichtbau verwendet werden. Es gibt gemauerte Vorsatzschalen aus Lehmsteinmauerwerk, Vorsatzschalen aus Leichtlehm im feuchten Einbau, sowie Stapelschalen im trockenen Einbau. Außerdem können Lehmplatten und Lehmtrockenbauplatten im Leichtbau verwendet werden. Wärmedämmungen aus Leichtlehm im feuchten Einbau werden ausgeführt, wenn Vor- und Rücksprünge, Einbauten oder Installationen innerhalb der Vorsatzschale untergebracht werden sollen. Die Leichtlehm Fertigmischung wird wie Stampflehm feucht eingebracht. Zunächst wird eine Hilfskonstruktion aus Holzlatten an der Innenseite der Außenwand und zusätzlich an Decke und Fußboden befestigt. Sie ist gleichzeitig die Ebene für die Führung der Gleitschalung oder der Befestigung einer „verlorenen“ (d.h. am Bauteil verbleibenden) Schalung aus Schilfrohrgewebe. Die Mischung wird in der Schalung so weit verdichtet, daß sie nach Austrocknung zu einem in sich stabilen und festen Bauteil wird. Hohlräume sind dabei zu vermeiden. Die nicht unerheblichen Trockenzeiten sind bei der Planung zu berücksichtigen. Stapelschalen: |
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Wände aus Lehmplatten Trockenbauwände aus Lehmleichtbauplatten |
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Bereits die Römer erwärmten vor ca. 2000 Jahren ihre Räume durch die Temperierung von Wandflächen. Die klassische Hypokaustenheizung war somit entstanden. Als Wärmequelle diente eine offene Feuerstelle im Untergeschoss des Gebäudes. Durch Luftkanäle im Fußboden und in den Wänden strömten die heißen Abgase ins Freie. Die Wände bzw. der Fußboden heizten sich auf und strahlten die Wärme in den Raum ab. Die unbeheizten Wände wurden durch die Wärmestrahlung ebenfalls erwärmt und reflektierten die Wärme, damit ergab sich im gesamten Raum ein gleichmäßiges Wärmestrahlungsverhältnis. Wandheizung nutzt die Wände als großflächige Strahlungskörper. Die Wärme wird dadurch gleichmäßig im Raum verteilt und durch die Erwärmung der nicht beheizten Wände sowie aller Gegenstände im Raum wird für ein angenehmes Strahlungsverhältnis gesorgt. Somit ist es möglich, selbst bei einer geringen Raumtemperatur ein angenehmes Wärmeempfinden zu verspüren. Der Grund ist die langwellige IR- Wärmestrahlung, die von der Wandheizungen erzeugt wird. Für die Wandheizung werden Heizrohre aus PE- oder Aluverbund-Kunststoff
in Schlangen auf der Wand verlegt und mit mehreren Lagen Putz (je nach
erforderlicher Auftragsstärke) eingeputzt. Das Rohrsystem wird mittels
der Befestigungsschiene auf der Wand verschraubt oder verdübelt. |
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Lehm in Holzbalkendecken |
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Stakendecken werden heute in der Regel nur noch bei der Sanierung - für Reparaturen oder Ergänzungen - in Fachwerkhäusern eingesetzt. Das Stakwerk ist rostartig. Es wird in eingestemmte Nuten in den Deckenbalken eingeschoben oder auf Latten aufgelegt, die an den Seitenflächen der Deckenbalken befestigt sind. Auf die Staken wird eine Schicht aus Strohlehm in erforderlicher Dicke feucht aufgebracht. Herabhängende Teile des Gemisches werden von unten gegen die Deckenuntersicht gedrückt und glatt verstrichen. Ebenso ist es möglich, die Staken vor dem Einbringen des Lehms mit einem Putzträgergewebe unterseitig zu versehen. Es können auch Staken verwendet werden, die auf Länge des Deckenfeldes zugeschnitten sind und mit Strohleichtlehm umwickelt werden. Die fertigen Lehmwickel werden nach Antrocknung noch feucht in die Deckenfelder gegeneinander in eine Nut eingeschoben oder auf eine Leiste aufgelegt. Diese Deckenart wird auch als Lehmwickeldecke bezeichnet. |
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Am häufigsten kamen Einschubdecken im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende zur Anwendung. Sie werden heute meist für Reparaturen, Ergänzungen oder Erneuerungen bei der Sanierung historischer Gebäude, seltener im Neubau verwendet. Diese Decken haben eine vollflächige Auflageebene für die Lehmbaustoffe. Sie besteht aus Brettern, die in eingestemmte Nuten eingeschoben oder auf seitlich an den Deckenbalken befestigten Latten aufgelegt werden. Darauf werden die Lehmbaustoffe aufgebracht. Für Einschubdecken eignen sich besonders gut schwere Lehmsteine (Grünlinge) und schwere Schüttungen, da sie die Wärmespeichermasse im Haus vergrößern. |
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Deckenauflagen aus Lehmsteinen können zur Verbesserung des Schallschutzes und der Wärmespeicherung auf Holzbalkendecken in Neubauten verwendet werden. Die Deckenbalken bleiben bei dieser Konstruktion unterseitig sichtbar. Auf die Balken wird eine flächige Brettschalung aufgelegt. Die schweren Lehmsteine (auch Grünlinge) werden auf einem Rieselschutzpapier verlegt, gegebenenfalls mit einem zusätzlichen Flies gegen Trittschall.
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Die Verwendung von Lehm in Dachschrägen erfolgt überwiegend im Sanierungsbereich und wenn Dachgeschosse ausgebaut werden sollen. Dabei wird das Material entweder als feuchter Einbau auf verlorener Schalung (Lattengerüst) eingebracht, oder in Form von Leichtlehmplatten in die Sparrenzwischenräume eingeschoben. Verbreitet ist auch eine Verkleidung der Dachschrägen mit Lehmtrockenbauplatten. |
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Gewölbe sind eine Zusammenfassung von Wand und Dach. Man unterscheidet zwischen den zwei Gewölbearten Tonne und Kuppel. Beide können mit Lehmsteinen gebaut und in verschiedenen Bautechniken ausgeführt werden. Beim “echten” Gewölbe bilden die Lagerfugen zwischen den einzelnen Schichten radiale Segmente und beschreiben einen Bogen. Bei “falschen” Gewölben sind die Lagerfugen zwischen den einzelnen Schichten horizontal angeordnet. Die Raumüberdeckung wird durch das schrittweise Auskragen der Lehmsteine in den einzelnen Schichten erreicht. In jedem Fall tragen Kuppeln aus Lehmsteinen durch die Art ihrer Konstruktion zu einer besonders attraktiven Innenraumgestaltung bei. |
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Trockenbau aus Lehm Wände aus Lehmplatten Trockenbauwände aus Lehmleichtbauplatten |
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Lehmputze verwendet man zum Verputzen von Wänden und Decken im Innenbereich und auch von schlagregengeschützten Außenwänden. Lehmputze sind nicht nur für Lehmuntergründe, sondern auch für alle anderen gängigen Untergründe geeignet. Die so verputzten Wände und Decken können in vielfältiger Weise ästhetisch gestaltet werden und somit ein Gefühl des Wohlbefindens vermitteln. Eine besonders erwünschte, von der Sorption abhängige raumklimatische Wirkung, wird bei Putzstärken von mindestens 1,5 cm erreicht. Lehmputzmörtel werden gegliedert wie folgt: Grobe Lehmputzmörtel sind Gemische aus Ton- oder Baulehm und groben Zuschlagstoffen. Zusätzliche Faserstoffe sorgen für ein besonders stabiles und abriebfestes Putzgefüge. Grobmörtel können manuell oder maschinell in einer Stärke von 0,5 bis höchstens 4 cm aufgebracht werden. Grobe Lehmputzmörtel werden als Trocken- oder erdfeuchtes Fertiggemisch angeboten. Sie können auch aus örtlichem Grubenlehm hergestellt werden. Die fertige Putzoberfläche wird in der Regel mit einem Endanstrich versehen. Feine Lehmputzmörtel werden aus Lehm und feinen Zuschlägen hergestellt. Feinmörtel werden manuell, seltener maschinell, in einer Stärke von 2 bis 5 mm aufgetragen. Sie werden als Trockenfertiggemisch angeboten. Auch hier wird die Oberfläche in der Regel mit einem Endanstrich versehen. Feine Farbputzmörtel stellt man aus ausgesuchten farbigen Lehm- und Tonerden her, die mit feinen Zuschlägen gemischt werden. Man kann auch Farbpigmente zum Durchfärben zusetzen. Dieser Putz wird ebenfalls manuell und seltener maschinell in einer Stärke von 2 bis 5 mm aufgebracht. Die Oberfläche bleibt in ihrer natürlichen Farbigkeit sichtbar. Es wird kein deckender Endanstrich benötigt. Neue Produkte auf dem Markt sind Lehmstreichputze. Eigentlich handelt es sich dabei um Anstrichstoffe, bei denen die Lehm- und Tonbindung nur teilweise oder sogar unwesentlich zur Endfestigkeit der Oberfläche beiträgt. Sie haben grobe, Lehmfarben hingegen feine Füllstoffe. |
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Eine weitere Besonderheit stellen die Lehmtrockenputzplatten dar: Sie werden als Alternative zu feucht aufgetragenem Putzmörtel angeboten und ähnlich wie Fliesen verarbeitet, also meistens geklebt. |
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